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Clevere Idee der Schweizer: Kreuz und quer durch die Schweiz mit Swiss Pass Gut, ich gebs zu. Ich hatte Vorurteile gegenüber Schweizern aber irgendwie haben sie mich dann doch bekommen. Diese Einleitung gibt keinen Sinn? Na gut, ich fange also besser vorne an. Stellen wir uns vor, wir haben eine neue Freundin. Stellen wir uns weiter vor, wir fahren gerne ans Meer, packen das Board aus, stellen den Bulli neben die Düne und … dann kommt da diese wundervolle neue Freundin und sagt fast am Beginn dieser Beziehung „ich find das Meer auch nett, aber wenn wir nicht über Ostern in die Schweiz fahren dann …“ In die Schweiz? Hallo? Während ich noch die Vorzüge eines Sommerurlaubs feststellte war dem Blick der jungen Dame (meiner jetzt auch noch Freundin) gegenüber zu entnehmen, dass ich, sollte ich nicht bald die Klappe halten mit dieser Frau weder ans Meer noch sonst wohin fahren würde. Schweiz. Na toll. Warum auch nicht. Dort gibt es lecker Schokolade von Sprüngli, gerne auch in
Matterhorn-Form von Toblerone. Die Nationalhelden haben sich Äpfel auf den Kopf gesetzt und wieder runter geschossen. Handys sind zwischen den ganzen Bergen total unpraktisch, also nimmt man ein schickes Alphorn und pustet kräftig rein, bis die Heidi kommt und dem Peter Einhalt gebietet. Die Schweiz. Dort, wo es rund um die Tunnel ständig Verkehrsstaus in Überlänge gibt, das Autofahren per se Geld (Autobahnplakette) kostet und jeder, der zuviel Geld hat ein Konto mit Nummern eröffnen möchte. Meine großartige schauspielerische Leistung des geheuchelten „ich freu mich auf die Schweizer Berge“ endete genau in dem Moment als mir bewusst wurde, dass ich sogar das letzte bisschen Urlaubsselbstverständnis abgeben sollte. Wie? Nun, die Losung hieß: Wir fahren mit dem Zug in die Schweiz. Nein. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Kein Meer, kein Strand, kein Auto – was genau sollte das werden? Eine Prüfung meiner Leidensfähigkeit? Um es vorwegzunehmen: Ich hab mich mittlerweile entschuldigt. Wer in der Schweiz oder in die Schweiz mit dem Auto fährt ist selbst schuld. Die Züge sind prima, es gibt unglaublich viel aus dem Zug heraus zu sehen, was einem Autofahrer vorenthalten wird. Fast nebenbei ist man schneller und günstiger am Ziel. Wer wie wir nicht so genau weiß wo er Skifahren will bekommt ein absolut perfektes Angebot: Mit dem Swiss Pass oder einem Swiss Flexi Pass können alle Bahnstrecken der Schweizer Bahnen zum Pauschalpreis für mehrere Tage genutzt werden, oder auch an bestimmten Tagen, wenn man nicht pausenlos unterwegs sein möchte. Im
Swiss-Pass Preis enthalten sind neben den Zugfahrten auch die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und der Eintritt fast alle Schweizer Museen (wer’s braucht). Ich gebs nur ungern zu, aber selbst für Meeressportler wie mich hatte das einen echten Reiz. Ab in den Zug, weiter von Berg zu Berg – keine weiteren Fahrtkosten und (fast) jeden Tag eine andere Abfahrt. Mein Vorschlag fürs nächste Jahr: SwissPass oder
Swiss Flexi Pass kaufen und einfach losfahren, die Schweiz hat mehr zu bieten als Banken und Berge.
Name: Thor Mann E-Mail: thor.m@gmx.de
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