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Das Thema Datenrettung gelangte im Zuge der Terroranschläge vom 09. September 2001 in die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit. Tausende zerstörte Festplatten mussten von Experten wieder fitt gemacht werden für den Zugriff auf die Daten. Die Experten, die in Reisträumen die die Daten von vom Feuer mehr oder weniger zerstörte Datenträger wieder zugänglich machten, avancierten von einem Tag zum anderen zu gefeierten Stars. Der Branche kam damals ein ähnlicher Nimbus zu, wie ihn die Feuerwehrleute genossen, die nach dem Golfkrieg die brennenden Ölquellen löschten.
Durch die Presse geisterten damals Klickpreis bei google von 25US$ pro Klick, die die Datenretter für Werbeeinblendungen bei google zu zahlen bereit waren, um weitere Aufträge zu ergattern. Geht man davon aus, dass vielleicht einer von hundert Klicks zu einem Auftrag führt, dann konnte die Akquisition eines Auftrages also bis zu geschätzten 2500 US$ kosten. Das ist sehr viel Geld. Ergo müssen die Auftragnehmer für die Fachkompetenz der Datenrettungs-Experten sicher noch sehr viel mehr Geld bezahlen.
Die Experten für die Datenrettung können deshalb so teuer sein, weil sich der Wert ihrer Arbeit nicht nur nach dem tatsächlichen Aufwand richtet, sondern auch an dem Nutzen, der durch die Arbeit gestiftet wird. Dieser Nutzen erklärt sich aus den potentiellen Wiedergewinnungskoten für die verlorene Information. Angenommen auf einer zerstörten Festplatte wären alle Konstruktionsunterlagen des Transrapid gespeichert. Dann könnte die Datenrettung und Datenwiederherstellung Milliarden wert sein. So erklärt es sich, dass Datenretter hohe Rechnungen schreiben. Das ist ähnlich wie bei einer Autoreparatur. Die festgezogenen neue Schraube kostet ein paar Pfennige, das Wissen des KFZ-Mechanikers und dessen Arbeitszeit kostet dann oft gleicht ein paar hundert Euros. klm
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