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Was ist überhaupt ein Geysir? Ein Geysir ist eine heiße Quelle, die quasi regelmäßig übergeht. Dabei entlädt sich das überquellende Wasser explosionsartig in einer Fontäne. Das Wort Geysir kommt vom isländischen Wort für wirbeln oder strömen. Den explosionsartigen Ausstoß nennt man Eruption. Die Wassersäule, die dabei entsteht bezeichnet man als Eruptionssäule. Geysire entstehen also an Gebieten mit heißen Quellen, die häufig auch für Thermen genutzt werden. Aber heiße Quellen sind nicht die einzige Voraussetzung für das Auftreten von Geysiren. Es braucht vereinfacht gesagt drei Voraussetzungen: Ein Grundwasserleiter, eine Wärmequelle und ein Reservoir mit einer Verengung nach unten, zum Grundwasserleiter hin. Das Reservoir wird auch als Eruptionskanal bezeichnet. Der Eruptionskanal ist der Schlüssel zum Ausstoß des Wassers bei einem Geysir. Durch vulkanische Aktivität wird Grundwasser erhitzt und steigt nach oben. Während dessen kühlt es ab. Das darunterliegende Wasser wird jedoch weiter erhitzt, aber von oben gekühlt. Zusätzlich unterbindet der Druck, der durch das Wasser von oben entsteht, das Entweichen von Wasserdampf. Im Eruptionskanal bildet sich eine Blase aus heißer Luft, die irgendwann den Widerstand des Wassers von oben überwindet und mit hoher Geschwindigkeit nach oben schießt. Dabei treten sowohl superheißer Wasserdampf, als auch kühleres Wasser aus. So funktioniert ein Geysir im Prinzip, auf stark vereinfachte Weise dargestellt. Geysire sind aufgrund der besonderen Bedingungen, die Voraussetzung sind eher selten. Es gibt insgesamt nur sechs große Geysir-Ansammlungen. Diese Verteilen sich auf die USA (Yellowstone), Island, Russland (Kamtschatka), Neuseeland, Alaska und Chile. In vielen Fällen, wie im Yellowstone-Nationalpark, handelt es sich um Gebiete die von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurden. Dabei handelt es sich darüber hinaus häufig um beliebte Reiseziele.
Name: Sonja Oswald E-Mail: sonjao71@gmx.at
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