
Oft spielt die Wirtschaft heute die erste Geige und auch schon Marx wußte: "Das Sein bestimmt das Bewußtsein"
Moderne Anforderungen an Informationstechnologie-Design |
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Während die gewöhnlichen Anwender sich meist unter dem Begriff Informationsdesign und Informationstechnologie-Design wenig vorstellen können, wären sie doch überrascht, wie sehr dieser Bereich des Produktdesigns in ihrem täglichen Leben involviert ist. Nahezu jede Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine erfordert ein einfaches und intuitives Menü. Im Idealfall ist das grafisch aufgebaut, und ermöglicht es so dem Anwender schnell und ohne langen Lernprozess mit einem solchen Interface umgehen zu können. Ob Bankautomat, Parkscheinapparat oder eine im Internet hinterlegte Website; täglich ist man mit Erzeugnissen aus dem Bereich Informationstechnologie-Design zu Gange. Und so wie das den wenigsten bewußt ist, verstehen auch die wenigsten das komplizierte Schema dahinter. Ein Designbüro muß zur optimalen Ausnutzung eines solchen Interfaces nicht nur designtechnische Probleme in Betracht ziehen. Vielmehr laufen Erkenntnisse aus Psychologie, Informatik und Design dabei zusammen. Erst das Zusammenspiel aus Wahrnehmung, Verständnis und dem daran angepassten Design ermöglicht eine optimale Nutzung durch den Bedienenden. Warum es so schwierig ist, ein einfach zu nutzendes und effizientes Informationstechnologie-Design zu entwerfen, erklärt sich relativ schnell, wenn man die Faktoren betrachtet, die dabei zusammen spielen. Das Interface muss nicht nur intuitiv zu bedienen sein, sich quasi von selbst erklären, sondern zudem auch Fehlbedienung durch den Anwender ausschließen. Menschen allerdings haben individuell verschiedene Wege und Möglichkeiten, um zum Beispiel ein Bankterminal zu nutzen. Es gilt folglich, einen Mittelweg zu finden, dem das Verständnis der Menschen bei einer bislang unbekannten Schnittstelle folgt. Ein Designbüro muss also in der Lage sein, Erkenntnisse der Wahrnehmungspsychologie effizient umzusetzen. Das beginnt damit, wie der Mensch ein ihm unbekanntes Interface analysiert und begreift; im Beispielsfall einer Website ist der Anwender etwa gewohnt die Bedienelemente und Navigation entweder linksbündig oder oberhalb der eigentlich dargestellten Information zu suchen. Dies folgt dem natürlichen Weg des Auges. Während aber die Gestaltung von Websites wesentlich offener ist und keinen völlig starren Regeln folgt, muss ein von vielen Menschen regelmäßig genutztes Bedienfeld einen Kompromiss finden. So sieht sich ein im Informationstechnologie-Design tätiges Designbüro bestimmten Anforderungen ausgesetzt, die es zu erfüllen gilt, um die modernen Standards nicht nur designtechnisch effizient sondern auch menschlich für den Anwender schnell begreiflich zu gestalten.
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