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Schmuck ist – mehr oder weniger - wertvoll. Er hat für den Besitzer meist nicht nur einen rein materiellen Wert, weil er aus wertvollen Materialien wie Edelmetallen, häufig mit Edelsteinen, besteht. Wir alle verbinden mit unseren Schmuckstücken sehr häufig auch einen ideellen Wert. Ein bestimmtes Schmuckstück ist vielleicht ein altes Familienerbstück, ein anderes hat uns ein lieber Mensch geschenkt, ein anderes wiederum erinnert an einen bestimmten Tag, ein Ereignis, einen Ort. Manch ein Schmuckstück hat für uns auch magische Kräfte als Glücksbringer oder heilende Kräfte (bestimmte Edelsteine werden ja auch als Heilsteine angesehen). Grund genug, die Schmuckstücke in ihrer Schönheit und ihrem Wert erhalten zu wollen. Dafür erfordern sie Pflege. Wichtig ist, dass man sich informiert, - damit man nicht mehr Schaden anrichtet als Gutes -, wie die verschiedenen Materialien, aus denen die Schmuckstücke bestehen, behandelt werden sollten und was ihnen schaden könnte. Relativ leicht zu reinigen und zu pflegen ist Schmuck aus Gold ohne Edelstein oder mit harten Steinen, also mit einer Mohshärte von 8 bis 10, wie zum Beispiel Diamanten, Korunde (Rubin, Saphir), Quarze (Amethyst, Citrin), alle Topase und alle Achate (z.B. Onyx). Man kann diesen Schmuck mit heißem Wasser mit Spülmittel reinigen. Man legt dazu einfach das Schmuckstück – bei 333 Gold höchstens eine halbe Stunde, da es sonst dunkel werden kann – in das Wasser zum Einweichen, bürstet es dann mit einer weichen Zahnbürste von allen Seiten, spült es unter klarem Wasser und trocknet es gründlich ab. Bei einem Schmuckstück aus Gold mit einem weichen Stein wie Türkis, Lapis oder Koralle, ist Vorsicht geboten. Hier empfiehlt sich eine Reinigung im Fachgeschäft. Das gilt auch für alle Opale und Berylle (Aquamarin, Smaragd). All diese Steine reagieren sehr empfindlich auf chemische Einflüsse und können bei Kontakt mit Fetten oder Säuren die Farbe verändern. Außerdem können sie auf Grund ihrer weicheren Konsistenz bei mechanischen Beanspruchungen leicht beschädigt werden. Man muss also, wenn man diesen Schmuck lange schön erhalten will, etwas vorsichtig damit umgehen. Bei Haus- oder Gartenarbeit und Sport sollte man solche Schmuckstücke also lieber ablegen. Auch beim Baden oder Duschen und nachts sollte solcher Schmuck nicht getragen werden. In besonderem Maße gilt dies auch für Schmuckstücke mit Perlen. Perlen sind extrem empfindlich gegen jede Art von chemischen Einflüssen wie Hautcremes und Kosmetika. Selbst Parfüm kann irreversible Verfärbungen und einen Verlust des Lüsters zur Folge haben. Schmuck mit Perlen pflegt man am Besten nach jedem Tragen, indem man das Schmuckstück mit einem weichen Wolltuch abreibt. Das Reinigen sollte dem Fachmann überlassen werden. Bei der Behandlung von Silberschmuck mit Edelsteinen gilt das Gleiche wie für Goldschmuck. Silber ist relativ robust, kann aber anlaufen und dunkel werden. Diese Verfärbungen lassen sich aber in der Regel leicht wieder entfernen. Glatte Silberflächen kann man mit einem Silberputztuch auffrischen, matter oder strukturierter Silberschmuck wird mit einem Silberputzmittel gereinigt. Vorsicht ist geboten bei der Reinigung mit einem Ultraschallbad: Sehr viele Schmuckstücke sind dafür nicht geeignet.
Name: Susan Mueller E-Mail: ralf-richter1@gmx.de
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