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Smart Homes - Gibt es Häuser, die mitdenken?

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Smart Homes die mitdenken

Dr. Juan Carlos Augusto von der Informatik-Fakultät der Universität Ulster möchte die intelligenten Häuser noch klüger machen, damit sie besonders für ältere Leute hilfreicher sind. Der Experte für künstliche Intelligenz entwickelt eine Umwelt-Intelligenz (Ambient Intelligence), welche Technik benutzt, um Hausbewohnern eine Vielzahl von Diensten anzubieten. Ein Interview mit dem Fachjournalisten Markus Göbel.

Wohin geht die Entwicklung der Smart Homes?
Die Lichter oder den Herd ohne menschlichen Einfluss auszuschalten war eine der früheren Anwendungen dieser Technologie. Aber neue Formen der künstlichen Intelligenz können auch die Zeit und Frequenz verschiedener Aktivitäten von Hausbewohnern messen, beispielsweise wie man in der Nacht wach wird und das Schlafzimmer verlässt. Oder wie oft eine Person den Wasserhahn laufen oder den Herd unbeobachtet lässt.

Wie kann das funktionieren?
Die Architektur eines Hauses kann um Sensoren erweitert werden, welche Bewegungen feststellen und ihre Gründ erkennen. Die Technik kann auch benutzt werden, um medizinische Informationen zu sammeln, die lebenswichtig für alleinlebende Menschen sind. Man könnte den Menschen helfen, in dem man automatisch feststellt, wenn sie in Schwierigkeiten geraten. Hilfreich für die Haussicherheit wäre auch, ungewöhnliche Bewegungen festzustellen und gesundheitliche Probleme zu diagnostizieren, bevor sie ernst werden. Wir entwickeln bereits Software, welche verschiedene Aktivitäten in ferngelegenen Häusern interpretieren kann und kontinuierlich an Angehörige meldet.

Wie weit ist diese Entwicklung schon vorangeschritten?
Es gibt bereits heute genügend Technologien, mit denen man feststellen kann, welche Objekte in dem Haus benutzt werden. Daraus können wir „Verhaltensschnappschüsse“ über die Aktivitäten seiner Bewohner erstellen. Es braucht aber bisher noch menschliche Intelligenz, um all diese Informationen in ihrem Kontext zu verstehen und Entscheidungen zu treffen. Auch diese Arbeit soll demnächst von Computern übernommen werden. Wir arbeiten deshalb an einer intelligenten Software, die sich zu jeder Zeit ein ganzheitliches Bild einer Umgebung machen und potentielle Risiken vorhersehen kann.

Kann man die jetzt schon bestehenden Smart Homes wirklich als intelligent bezeichnen?
Heute wird vieles als Smart Home bezeichnet, von dem man nicht genau weiß, ob es diesen Namen wirklich verdient. Das hängt davon ab, wo man die Grenze zwischen intelligenten und nicht-intelligenten Geräten zieht. Der Markt für intelligente Haustechnik wächst, besonders in Nordeuropa, USA und Japan. Technisch und Wirtschaftlich sind intelligente Häuser heute auf jeden Fall machbar.

Name: Markus Göbel
E-Mail: markus.goebel@gmail

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