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Kakao und Schokolade sind heutzutage für uns so alltäglich, dass wir uns über deren Herkunft keine Gedanken mehr machen. Doch wer hat die Schokolade eigentlich erfunden? Obwohl heute in Afrika mehr Kakao angebaut wird als in seiner eigentlichen Heimat, stammt die Kakaopflanze (Theobroma cacao) ursprünglich aus Südamerika. Die Kakaopflanze war bereits den Mayas und Azteken bekannt. Der Kakaobaum galt als heilig und seine Früchte wurden als Geschenk des Gottes Quetzalcoatl angesehen. Aus den Kakaobohnen bereitete man ein Getränk, das später rund um die Welt Kariere machen sollte. Dieses Getränk wurde Xocoatl genannt, und wurde aus zermörserten Kakaobohnen hergestellt. Xocoatl war geschmacklich sicher noch nicht mit dem Kakao wie wir ihn heute kennen vergleichbar, wurde es doch mit Wasser statt mit Milch hergestellt, nicht gesüsst aber dafür mit scharfen Pepperoni verfeinert. Der spanische Eroberer Cortez brachte im fünfzehnten Jahrhundert die Kakaobohne und das Xocoatl-Getränk erstmals nach Europa. Dort fand das exotische Getränk wegen des scharfen Geschmacks anfangs wenig Anklang. Als man allerdings dazu überging das Getränk zu süssen und Milch anstelle von Wasser zu verwenden, hatte man den Geschmack der Europäer getroffen, und der unaufhaltsame Siegeszug des Getränkes in Europa begann. Aus dem Namen Xocoatl entwickelte sich das uns allen bekannten Wort Schokolade. Ihre botanische Bezeichnung erhielt die Kakaopflanze übrigends viel später. Erst im achtzehnten Jahrhundert wurde die tropische Pflanze von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné klassifiziert und Theobroma genannt, was soviel wie "Geschenk der Götter" bedeutet, und an die Bedeutung der Pflanze in der Religion der Azteken erinnert.
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