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Wenn das Wort Hanf fällt, dann denken die meisten Leute zunächst einmal an Rauschgift. Aber dass Hanf auch eine wichtige Nutzpflanze und Rohstofflieferant ist, wissen nur die wenigsten Leute. Im Folgenden wird erläutert, weshalb der Rohstoff Hanf eine immer wichtigere Rolle einnimmt und zu welchen Produkten er verarbeitet wird.
Doch zuvor soll noch kurz das Thema Hanfanbau angeschnitten werden. Denn ob man es glauben mag oder nicht, der Anbau von Hanf ist in der EU seit dem Beginn der Neunziger Jahre wieder erlaubt - und somit auch in Deutschland. Beim den Hanfsorten die angebaut werden handelt es sich um so genannten Nutzhanf. Dieser wurde so gezüchtet, dass er kein THC mehr bildet beziehungsweise der THC-Gehalt so niedrig ist, dass sich Nutzhanf für die Rauschgiftherstellung nicht eignet.
Als Rohstoff ist der Hanf so interessant, weil er ein Lieferant erstklassiger Fasern ist. Zwar liefert der Hanf noch weitere Stoffe die weiter verarbeitet werden können wie zum Beispiel Hanfsamen und Hanfblätter - doch den fasrigen Stilen gilt die größte Aufmerksamkeit. Dank ihrer Eigenschaften ist die Hanffaser anderen Natur- und Kunstfasern haushoch überlegen. Verarbeitet wird sie größtenteils in der Textilindustrie. Jedoch werden nur wenige der Hanffasern für die Herstellung von Kleidung verwendet. In erster Linie handelt es sich bei Hanftextilien um Segeltücher und ähnliche Stoffe.
Die Hanffaser findet noch in zahlreichen weiteren Bereichen Verwendung. Einer davon ist die Herstellung von Baustoffen. Es ist nämlich so, dass die Hanffaser über hervorragende Dämmwerte verfügt. Deshalb werden auch bei immer mehr Häusern spezielle Dämmplatten aus Hanf eingesetzt. Diese Dämmplatten verfügen über eine erheblich bessere Wärmedämmung als andere Dämmplatten und gleichzeitig können sie auch noch günstiger hergestellt werden. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass der ökologische Aspekt eine wichtige Rolle spielt - schließlich sind Hanfprodukte hundertprozentig biologisch abbaubar.
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