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Zunehmende Ausbreitung von Schimmelpilzen als Quelle erhöhter Gesundheitsrisiken

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Gesundheitsschädigende Auswirkungen von Innenräumen auf das menschliche Organismus sind bereits seit mehreren Jahrzehnten Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Doch während bis zu den 1990er Jahren die Gesundheitsrisiken durch chemische Bestandteile von Baustoffen im Mittelpunkt standen, stoßen neuerdings die Gefahren durch mikrobiologische Kontaminationen auf verstärktes Interesse. 

Die übereinstimmenden Ergebnisse der neuesten Studien belegen, dass der Schimmelbefall von Wohn- und Arbeitsräumen immer häufiger zutage tritt. Die Ursachen müssen im Zusammenhang mit den bautechnischen Neuerungen betrachtet werden: Der neue Trend des energiesparsamen Wohnens fördert zunehmend die Nachfrage nach effizienterer Abdichtung von Fenstern und Türen bis hin zur gänzlichen Neugestaltung der Energieverwendung in Form des sogenannten „Passivhauses“. Die direkte Folge der mangelnden Belüftung zeichnet sich durch den Anstieg der Konzentration der Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen aus. Hinzu kommt ein relativer Anstieg der (konstanten) Lufttemperatur. Dadurch können sich Schimmelpilze, deren Sporen sich auf feuchten bzw. feuchtwarmen Oberflächen festsetzen, verstärkt ausbreiten, die dann negativen Einfluss auf ihre Gesundheit haben kann.

Der Schimmelbefall des Wohn- bzw. Arbeitsraums erhöht die Gefahr einer Erkrankung des Menschen in ihren verschiedensten Ausprägungen. Der Mensch infiziert sich durch die in der Luft (in erhöhter Konzentration) vorhandenen Schimmelpilzsporen. Abhängig von den individuellen Eigenschaften des Immunsystems kann eine Bandbreite von Erkrankungen in Form von Allergien bis hin zur Vergiftung des menschlichen Organismus auftreten. Auch können kleine kronische Hautentzündungen auftreten, die dann auch mit einer dermatologischen Kosmetik nicht in Griff zu bekommen sind. Hierbei sind in der Regel vor allem die Stoffwechselorgane (Lunge, Leber und Niere), aber u. U. auch das Herz betroffen.

Aufgrund der meist fehlenden Erkennung des Schimmelpilzbefalls des Innenraums erweist sich die Suche nach der Ursache der Erkrankung als schwierig. Die medizinische Behandlung der diagnostizierten Erkrankung richtet sich auf die Bekämpfung der Symptome, im Gegensatz zur Erforschung des Krankheitsgrundes. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Ausbreitung des Pilzgeflechts im menschlichen Organismus aufgehalten und zurückgedrängt werden kann, den Befall durch den Schimmelpilz kann man jedoch nicht revidieren. Die generelle Annahme lautet: Je früher die Erkennung der mikrobiologischen Kontamination durch den Schimmelpilz erfolgt, desto effizienter kann sie medizinisch behandelt werden.

Um keiner Gesundheitsgefährdung durch Schimmelpilze ausgesetzt zu sein und die krankheitsbedingten Folgen nicht tragen zu müssen, bietet sich vorbeugend der Entzug der Grundlage für die Ausbreitung der Schimmelpilze an: Die adäquate Belüftung der Innenräume muss sichergestellt, eventuelle Feuchtstellen (z. B. an den Wänden vor defekten Wasserleitungen) müssen aufgespürt und beseitigt werden. Besonders für Allergiker ist eine generelle Überprüfung der Wohn- und Arbeitsräume nach potenziellen Stellen des Schimmelpilzbefalls zu empfehlen. Falls ein Schimmelpilzbefall festgestellt wird, muss der Schimmel mit fachmännischer Unterstützung entfernt und einem neuerlichen Befall die Grundlage entzogen werden. Vor übereilter Eigeninitiative z. B. durch die Verwendung von Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) sei ausdrücklich gewarnt, da Vergiftungsgefahr besteht!  
Ulrike Maldoff
webmaster[ät]ulrike-maldoff.de

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