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Bereits im frühen Alter beginnen unsere Kinder und Jugendliche mit dem Alkoholkonsum. Die Gründe dafür, sind sehr verschieden. Manche trinken aus dem Gefühl der Zusammengehörigkeit, manche aus Perspektivlosigkeit, einige haben Vorbilder, die ihnen von den Medien angepriesen werden und viele einfach nur aus Langeweile. Die Legalität und das leichte Herankommen an die Droge Alkohol zeigt den Kindern und Jugendlichen, dass es scheinbar nicht so schlimm ist. Sie sehen es auch jeden Tag in der Familie oder in den Medien.
Wenn man sich die Werbung anschaut, scheint es einen sehr direkten Zusammenhang von Leistungsfähigkeit, zum Beispiel im Sport, und regelmäßigem Bierkonsum zu geben. Kaum eine Sportveranstaltung wird nicht von einem Bierhersteller gesponsert. Prominente verdienen viel Geld damit, den Kindern und Jugendlichen diesen Gedanken zu vermitteln, weil sie sich für die Bierwerbung hergeben.
Regelmäßiger Alkoholkonsum birgt ein starkes Risiko der Alkoholsucht. Der schleichende Übergang wird von dem Betroffenen selbst nicht erkannt. Übermut und Überheblichkeit ignorieren die ersten Warnzeichen, die man manchmal selbst bemerkt oder auch von seinen Mitmenschen gesagt bekommt. Gespräche über Alkoholismus werden bewußt aus dem Weg gegangen, wenn man selbst schon Zweifel, aber noch lange keine Einsicht, an seinem Alkoholkonsum hat. Das soziale Umfeld verändert sich dahingehend, dass man sich Menschen sucht, die genauso sind, wie man selbst. Die Lüge sich selbst gegenüber beginnt damit, dass dieses neue Umfeld einen akzeptiert, wie man ist. In Wirklichkeit verändert sich der Bekanntenkreis nur, weil man unter Seinesgleichen keine Gespräche über sein Trinkverhalten erwarten bzw. befürchten muß.
Wer ist vom Alkoholismus betroffen?
Die irrtümliche Meinung, es sind die Menschen, die unter der Brücke oder in Parks mit der Flasche Schnaps zu sehen sind, ist weit verbreitet. Die meisten alkoholabhängigen Menschen leben aber noch sozial integriert und gehen einer Arbeit nach. Da das Trinken von alkoholischen Getränken in unserer Gesellschaft normal ist, fallen viele nicht auf. Jeder Mensch unseres Landes hat in seiner Familie oder seinem näheren Umfeld ein alkoholgefährdeten Menschen. Schauen Sie nicht weg und helfen Sie.
Karsten Wollbrück, kontakt (ät ) forum-alkoholiker.de
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