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Viele Frauen erkennen an einer unregelmäßigen, manchmal kürzer oder stärker werdenden Periode, dass sie in den Wechseljahren sind. Der Körper stellt sich dann darauf ein, keine Kinder mehr zu bekommen, produziert deshalb immer weniger Eibläschen in den Eierstöcken und weniger Geschlechtshormone. Zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr enden die Wechseljahre mit der letzten Regel, auch Menopause genannt. Der Körper muss sich dann auf ein neues hormonelles Gleichgewicht einstellen, was bis zu sieben Jahre dauern kann. In dieser Zeit leiden fast 80 Prozent der Frauen unter Wechseljahresbeschwerden, da die Hormonschwankungen auch die Steuerung von Körperfunktionen, wie z. B. Schlaf-Wach-Rhythmus, Wärmeregulation und Blutdruck beeinflussen.
In der Regel werden die Beschwerden im Klimakterium durch Hormonpräparate gelindert. Jedoch zeigten neuste Erkenntnisse, dass die Einnahme von Hormonpräparaten gegen Wechseljahresbeschwerden, das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken, erhöht. Allerdings trifft dies nicht auf Arzneimittel zu, die pflanzliche Hormone enthalten, so genannte Phytohormone. Diese haben auf den menschlichen Hormonstoffwechsel eine ähnlich regulierende Wirkung, wie körpereigene Hormone. Die Phytohormone, welche fast frei von unerwünschten Nebenwirkungen sind, werden aus Pflanzen wie Soja, Traubensilberkerze, Hopfen, Frauenmantel, Yamswurz, Salbei, Mönchspfeffer, Rotklee, Ginseng, Granatapfel, Damiana und Raute gewonnen. Welche Pflanzen helfen gegen welche Beschwerden? Plötzliche Schweißausbrüche, Hitzewallungen und Depressionen kennen viele Frauen in den Wechseljahren. Rotklee-Extrakt kann diese Symptome deutlich bessern, da es vier verschiedene Isoflavonen (pflanzliche Östrogene) besitzt, also viele Phytohormone. Gegen Reizbarkeit und Hitzewallungen helfen Cimicifuga-Produkte, Extrakte aus der Traubensilberkerze, welche sich auch positiv auf Körper und Psyche auswirken. Zusätzlich fördert diese die Konzentrationsfähigkeit.
Auch Salbei-Extrakte wirken schweißhemmend. Phytohormone aus Soja (Phyto Soja) enthalten ebenfalls größere Mengen Isoflavone und verhelfen zu mehr Wohlbefinden und Ausgeglichenheit in den Wechseljahren. Natürlich verbessern auch sie die typischen Beschwerden wie Hitzewallungen. Schlafstörungen kann man mit Tees aus Extrakten von Melisse, Schafgarbe, Hopfen, Haferkraut oder Frauenmantel behandeln. Sie beruhigen die Nerven sowie das Herz, tun gut und lassen Sie durchschlafen. Johanniskraut-Extrakt, welches auch mit der Traubensilberkerze kombiniert werden kann, lindert Depressionen und Selentiefs. Nehmen Sie zudem täglich Calcium, Magnesium und Selen ein, da ein Mangel daran, Angstsymptome verstärken kann. Ginseng, Hopfen, Raute, Yamswurz und Damiana sind allgemeine und sexuelle Tonikums.
Diese Extrakte regen durch ihre östrogenartige Wirkung die Libido an. Schmerzhafte oder unregelmäßige Monatsblutungen sind zu Beginn der Wechseljahre häufig. Hier können Mönchspfeffer-Extrakte helfen. Zusätzliche Wirkungen von Phytohormonen Alterungsprozesse, bedingt durch den Hormonmangel, laufen in den Wechseljahren schneller ab. Typische Spätfolgen sind Osteoporose, Herzinfarkt und Alzheimer. Phytohormone aus Soja und Rotklee wirken, durch ihren Schutzeffekt, sich positiv auf Knochen, Blutfette sowie Herz aus und können so vor Osteoporose und Herzinfarkten schützen. In Form von Creme kann Phyto Soja außerdem zu einer glätteren, feineren und jüngeren Haut beitragen, da es die Haut vor dem Angriff freier Radikale schützt.
Name: markus.wichert E-Mail: markus.wichert@apotheke2u.de
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