|
|
|
|
|
Gesehen: 4295
Bewertungen: 0
|
|
Lehrer sind immer höheren Anstrengungen ausgesetzt. Die Zahl der Klassengröße wächst und immer mehr Schüler werden verhaltensauffällig. So ist zum Beispiel in Berlin in den letzten 10 Jahren die Zahl der Schüler mit emotionalen und sozialen Defiziten von 800 auf 3000 gewachsen, darunter befindet sich ein großer Anteil an auffälligen und aggressiven Schülern (Berliner Morgenpost, 30. Mai 2006). Das stellt an Lehrer die Anforderung, neben der eigentlichen Vermittlung von Lernstoff, auch angemessen mit Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen und Aggressivität der Schüler umgehen zu müssen.
Wie zum Beispiel soll ein Lehrer angemessen reagieren, wenn ein Kind durch aggressive Verhaltensweisen den Unterricht stört und vielleicht sogar die Mitschüler gefährdet? Was ist, wenn diese aggressiven Verhaltensweisen nicht beachtet werden und später sogar tätliche Angriffe gegen Mitschüler und Lehrer entstehen? Bis hin zu dramatischen Zuspitzungen wie beim Amoklauf in Erfurt vor drei Jahren, als ein 19jähriger Schüler 16 Menschen tötete. Lehrer brauchen psychiatrisches und zum Teil auch therapeutisches Wissen, um zu erkennen, ob eventuell Symptome einer psychischen Erkrankung bei verhaltensauffälligen Schülern vorliegen und wie adäquat damit umgegangen werden kann. So kann eine Depression bei einem Kind sich ganz anders äußern als bei einem Erwachsenen und dadurch nicht erkannt werden: Das Kind verhält sich dann vielleicht eher unruhig, ist ängstlich, angespannt und reizbar, statt erschöpft und zurückgezogen. Immer mehr Lehrer bilden sich deshalb weiter und machen zum Beispiel eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie.
Diese Ausbildung vermittelt das Fachwissen, um z.B. Störungen im Kindes- und Jugendalter erkennen und abgrenzen zu können. Dabei ist eine Heilpraktiker Psychotherapie Ausbildung nicht nur eine wichtige Erweiterung von Wissen und verringert damit Unsicherheit und Überforderung, sondern sie kann auch als Prüfungsvorbereitung für das Gesundheitsamt genutzt werden. Wenn jemand eine Überprüfung beim Gesundheitsamt erfolgreich bestanden hat, dann erhält er die Zulassung zur Ausübung von Heilkunde. Das heißt, beim Bestehen der Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie darf ein Lehrer als Psychotherapeut psychische Störungen diagnostizieren und behandeln. Ausgeschlossen davon sind natürlich Störungen mit organischer Ursache, welche ärztlich behandelt werden müssen. Einige Lehrer nutzen diese amtliche Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie zusätzlich, um innerhalb oder außerhalb des schulischen Rahmens Beratung und Psychotherapie für Eltern und Kinder anzubieten. Natürlich ist dazu noch eine Ausbildung in mindestens einem Therapieverfahren notwendig, um auch die therapeutischen Kompetenzen zu besitzen. Autor: Dipl.-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut Norman Ehlert Heilpraktiker Ausbildung Psychotherapie bundesweit durch das Institut norman-ehlert.de, e-mail: info@norman-ehlert.de.
Name: Norman Ehlert E-Mail: info@norman-ehlert.de
|