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Einer der Helden der griechischen Sagenwelt war Achilleus, der nach den Worten von Homer der Sohn des Menschen Peleus und der Meeresgötting Thetis war. In der Illias schrieb Homer über diesen: „Als er ein neugeborenes ind war, wollte seine unsterbliche Mutter auch ihn unsterblich machen, steckte ihn ohne Wissen seines Vaters des Nachts in ein himmlisches Feuer und fing an zu vertilgen, was vom Vater an ihm noch sterblich war. Bei Tag aber heilte sie die versengten Stellen mit Abrosia. Dies tat sie Nacht für Nacht. Einmal aber belauschte sie Peleus und schrie laut auf, als er seinen Sohn im Feuer zappeln sah. Diese Störung hinderte Thetis, ihr Werk zu vollbringen,...“ Die einzige noch nicht behandelte Stelle und damit verletzliche Stelle war die Ferse, da Thetis den kleinen Achill an dieser festgehalten hatte.
Achilleus zog mit vielen anderen Griechen zum Feldzug gegen Troja und gehörte dann zu den herausragendsten Kämpfern in den langen Schlachten um die Stadt. So wurde dies zumindest von Homer in seiner Ilias beschrieben. So war es Achill, der Hektor, den Sohn des trojanischen Königs Priamos, vor den Mauern der Stadt tötete. Als Zeichen seines Triumphes durchbohrte Achill die Sehnen des Leichnams zwischen Knöchel und Fersen, band den toten Hektor an seinen Streitwagen und schleifte ihn von der Stadt weg zum Strand, wo die griechischen Schiffe vor Anker lagen. Die Eltern Hektors standen auf der Stadtmauer und konnten all dies beobachten. Homer legte Priamos die Worte in den Mund „Hektor, Hektor! Alle anderen Söhne, die mir der Feind erschlug, vergesse ich über dir! O wärst du doch nur in meinen Armen gestorben!“
Auch im weiteren Verlauf des Krieges zeichnete sich Achilleus durch Heldenmut und Tatkraft aus, zog sich dann aber den Zorn des Gottes Phöbos Apollon, sprich Apoll, zu. Dieser stieg der Sage zufolge während eines Kampfes zwischen Griechen und Trojanern vom Olymp herab, um den Trojanern zu helfen. Als er Apoll erkannte, rief er diesem zu „Willst du mich reizen, mit Göttern zu kämpfen?“ und wandte sich von diesem ab, um weiter trojanische Krieger anzugreifen. Apoll schoß hierauf einen seiner giftigen Pfeile auf Achilles und traf diesen an seiner einzigen verwundbaren Stelle, der Ferse, worauf er kurze Zeit später starb.
Die Achillessehne, die lateinisch als Tendo calcaneus (Achilles), englisch als Achilles tendon bezeichnet wird, verbindet Fersenbein und Wadenmuskel und setzt sich aus mehreren Sehnenbündeln zusammen. Belastungen, wie sie etwa bei bei Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, aber auch bei Leichtathletik und Tennis auftreten, können zu einem Riss der Achillessehne führen. Abhängig vom Grad der Verletzung kann sowohl eine Operation als auch nicht-operative Therapien zur Anwendung kommen. Auch nach abgeschlossener Therapie behelfen sich viele Betroffenen mit dem Tragen von Bandagen oder oder Fußgelenkstützen. Hierdurch wird der Knöchelbereich stabilisiert und weiteren Verletzungen vorgebeugt, wenngleich diese nie auszuschließen sind, insbesondere wenn bereits eine Schwächung aufgrund einer Verletzung vorliegt.
Name: Dr. Josef Reindl E-Mail: info@agentur-dr-reindl.de
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