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Das Besticken ist eine der hochwertigsten Möglichkeiten der Textilveredelungen. Dauerhaftigkeit, Griffigkeit und Waschbarkeit des aufgebrachten Firmenlogos, Motives oder der Promotionmessage sind durch andere Druckmethoden kaum zu übertreffen. Doch wie kommt so ein Stickdesign überhaupt auf Caps, Pullover oder Taschen? Am Anfang steht die Idee eines Designs, meistens in Form eines Firmenlogo zusammen mit einem Slogan. Besteht die Idee nur auf dem Papier, muss das Design in computerlesbare Daten digitalisiert werden.
Dies geschieht z.b. durch das Einlesen mit dem Scanner. Ist das Motiv dann als Datei vorhanden, so muss es in eine Vektorgrafik umgewandelt werden. Dabei sind nicht mehr einzelne Pixel bestimmend für das Design sondern die Linien, die ein Farbfeld abgrenzen. Man erkennt Vektorgrafiken auch daran, dass man sie ohne Qualitätsverlust bis ins unendliche Vergrößern kann, weil die Trennlinien immer scharf bleiben. Diese Vektorgrafik wird in das Punchprogramm geladen. Der Begriff "punchen" stammt aus dem englischen und bedeutet durchstechen oder durchschlagen. Die Semantik des Wortes ist auf die Verfahren vor der computergesteuerten Stickprogrammerstellung zurückzuführen, wo die Befehle noch per Hand in eine Lochkarte aus hartem Papier gestochen wurden. Der Puncher an der Software bestimmt maßgeblich die Qualität des fertigen Stickerzeugnisses.
Hier gilt es dutzende Parameter wie Stickdichte, Stickrichtung, Stickabstand, Stickmuster und Reihenfolge der Stickarbeit richtig auf das Motiv, die Stickmaschine und das zu bestickende Textil anzupassen. So erfordert eine Cap ein anderes Stickprogramm als eine Lederjacke, auch wenn es sich um ein und das selbe Stickmotiv handelt. Nicht ohne Grund gibt es Firmen, die sich einzig und alleine auf die Erstellung der Stickmotive spezialisiert haben. Ist das Stickprogramm dann fertig, so wird es entweder per Netzwek, Direktverbindung oder Diskette an die Stickmaschine übermittelt. Auch an der Stickmaschine gibt es wieder verschiedene Parameter, die das Stickergebnis verbessern oder verschlechtern können. Die wichtigsten sind hier Ober- und Unterfadenpannung und Stickgeschwindigkeit. Die eigentliche Umsetzung des Programmes in den Textilstick ist dann nur noch Routine.
Die Stickmaschine ist im Prinzip wie eine Hausnähmaschine aufgebaut, viele Komponenten, wie z.b. die Unterfadenführung sehen sich zum verwechseln ähnlich. Wesentlicher Unterschied ist die Anzahl der Nadeln, die von 6 bis zu 18 automatisch wechselnden Nadeln und somit benutzbaren Farben in einem Motiv reicht. Ist das Motiv dann erstellt, kann ein schneller Wechsel des Stickobjektes erfolgen, was die Stickerei speziell für größere Auflagen sehr interessant macht. Größere Stickmaschinen sind sogenannte Multikopfmaschinen, d.h. hier werden zeitgleich bis zu 24 Stickereien aufgebracht. Das Steigert die Wirtschaftlichkeit und macht somit den Stückpreis attraktiver. Bei der Nutzung des fertigen Erzeugnisses gibt es kaum Einschränkungen. Arbeitskleidung wird deshalb gerne bestickt. Auch Kleidung die eine Chlorwäsche benötigt, wie z.b. Arztkittel können mit speziellen Nähgran dauerhaft verdelt werden.
Name: Jan Detlefsen E-Mail: Info@tonsai.de
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