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3 Basics für den Pressetext
Sie haben sich aufgerafft. Sie wollen Ihren ersten Pressetext schreiben. Doch da fällt Ihnen ein, dass Sie das ja in der Schule nicht gelernt haben. Denn ein Pressetext funktioniert anders als der Aufsatz über das schönste Ferienerlebnis. Doch eine Presseinformation ist kein Hexenwerk.
1. Die Überschrift
Die Headline entscheidet binnen Sekunden darüber, ob Ihr Text im Papierkorb landet oder erstes Interesse weckt. Sie sollte aber auch mit Ihrem Thema zu tun haben. Gerade in e-mails sollte die Überschrift übrigens auch im Betreff zu finden sein. Etwas wie Presseinformation vom xten November 2006 ist wenig informativ. Machen Sie die Leser neugierig. Auch und gerade bei trockenen Themen. Mit einer Sub-Headline unterstreichen oder erweitern Sie Ihren Titel. Eins ist allerdings auch entscheidend: versuchen Sie, das Gespür für Ihre Zielgruppe einfließen zu lassen.
2. Der erste Absatz
Für Presseinformationen gilt: ein Text ist immer von hinten kürzbar. Daraus folgt, dass die wichtigsten Informationen am Anfang stehen. Das heißt für den ersten Absatz, dass er alle wichtigen Fragen beantwortet. Klassischerweise sind dies die „W-Fragen“ Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Warum, Welche Quelle. Steht auf alle diese Fragen (oder die meisten) die Antwort im ersten Absatz, kann es weitergehen.
3. Die Details
Sortieren Sie Ihre Informationen nach ihrer Priorität und arbeiten Sie sie nacheinander ab. Zitate lockern den Text auf und dürfen in der Regel beim Abdruck nicht verändert werden. Wenn Sie also die Kernaussagen in ein Zitat verpacken, können Sie sie ohne größeren Verlust transportieren. Wenn Ihr Text länger wird, verwenden Sie zur Strukturierung Zwischenüberschriften.
Eine „normale“ Presseinformation sollte zwischen 2.000 und 3.000 Zeichen haben. Sonst wird sie schnell zum Fachartikel. Vergessen Sie nicht, den Ansprechpartner für weitere Fragen anzugeben. Wenn sich Journalisten für Ihr Thema interessieren, werden Sie diese Kontaktmöglichkeit gern nutzen.
Wichtig für Ihren Start mit Ihrem ersten Pressetext ist, dass Sie sie fehlerfrei und flüssig formulieren. Vermeiden Sie Bandwurmsätze und schwerfällige Infinitivkonstruktionen. Am besten lassen Sie sie vor der Veröffentlichung von einer fremden Person lesen. Die kann Ihnen bestimmt sagen, ob Ihr Text verständlich ist.
Wenn Ihnen Schreiben keine Freude macht oder Sie keine Ruhe dazu haben, sollten Sie sich von diesem Thema besser fernhalten. Denn wenn Sie nachhaltig unprofessionelle Texte veröffentlichen, machen Sie sich bei Journalisten auch einen Ruf: den schlechten nämlich. Und dann landen Sie garantiert dort, wo Sie gar nicht hin wollen. Im Papierkorb.
Dr. Frauke Weber
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