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Eine Waage (lateinisch libra : Waage, Pfund) bezeichnet ein Messgerät zur Feststellung der Masse. Im Üblichen erfolgt dies durch die Gewichtskraft, welche einerseits direkt abgemessen wird, oder andererseits mit der Gewichtskraft, einer anderen Masse abgeglichen wird. Waagen der ersten Art müssen auf die gegebene Schwerkraft justiert werden. Bei den beiden Messverfahren verfälscht der Auftrieb die Messung. Der Verwendung und nötigen Genauigkeit entsprechend werden diese äußeren Einflüsse ignoriert oder aber durch geeignete Schritte mit einbezogen. Eine spezielle Ausführung ist die Zählwaage, welche aus der Masse eines oder mehrerer Stücke die Menge vieler entsprechender Dinge errechnet. Bei den mechanischen Messgeräten separiert man zwischen zwei Systemen Gewichtskraftmessung und Massenvergleich. Die Federwaage folgt dem Prinzip der elastischen Ausdehnung einer Schraubenfeder unter Einfluss einer Zugkraft. Hierbei wird die Ausdehnung der Länge abgemessen, die proportional zur Zugkraft ist. Um das Messgerät anzuwenden wird an einer Schraubenfeder an ihren Enden jeweils ein Haken zum Aufhängen und einer zur Befestigung für die zu messenden Dinge angebracht. Hinzu kommt seitlich des Federwegs eine Skala und ein Zeiger, wo das Resultat ablesbar ist. Die Skala ist entsprechend den zur Verwendung kommenden Gewichtseinheiten meistens in Gramm (g) oder Kilogramm (kg) aufgeteilt. Verwandte Messgrundlagen stützen sich gleichfalls auf Verformungsmessung, zum Beispiel mit Kraftsensoren oder Membranen. Es gibt die Federwaagen und Kraftmessung für verschiedenste Messbereiche. Die Masse eines Objekts wird durch den Abgleich mit genormten Gewichten bestätigt. Auch diese Waagen brauchen Schwerkraft, arbeiten aber generell auch auf anderen Himmelskörpern, wie z. B. dem Mond. Mechanische Waagen sind heutzutage weitgehend durch elektr(on)ische Waagen ersetzt. Sie sind robuster, präziser, schneller abzulesen und häufig billiger. Elektronische Analysenwaagen haben häufig ein Gehäuse als Schutz vor Bewegungen der Luft, oder spezielle Dämpfungen zur Verhinderung von Stößen. Sie messen im Bereich Kilogramm mit Empfindlichkeit bis etwa 0,1 mg. Alle elektrischen/elektronischen Waagen haben die notwendige Umformung der Gewichtskraft, die sich nicht ohne weiteres feststellen lässt, in eine Verformung bzw. einen Weg, als Gemeinsamkeit. Dieses wird meist mittels einer Feder oder einen Biegebalken gelöst, wobei die "Feder" in einer Kranwaage auch ein relativ solider Metallblock sein könnte. Das direktere Verfahren misst die Verformung der Feder / des Biegebalkens über einen sog. Dehnungsmessstreifen. Die indirektere Wegmessung kann z.B. über die Änderung der Kapazität eines Elektrizitätsspeichers bei Veränderung des Abstandes von Platten erfolgen.
Name: Alexander Koch E-Mail: kochal[ät]gmx.de
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