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Es ist eine der bedeutensten Fragen, mit denen einer wie ich sich befassen muß. Wenn man den nahen Tod eines Menschen vorhersehen kann, soll man den Menschen warnen, oder soll man dem Schicksal vertrauen? Wahrhaft lange habe ich überlegt. Den Menschen zu warnen kann fatale Folgen haben. Ihn nicht zu warnen erscheint auch falsch zu sein. Doch selbst das Vorhersehen alleine ist schon ein Teil des Schicksals. So müßte ich bei einer Warnung nur die Gefahr, die Möglichkeit des Todes, sehen, aber nicht den Tod selbst, sollte ich beschlossen haben zu warnen.
Sehe ich also den Tod eines Menschen, so habe ich damit bereits beschlossen, ihn nicht zu warnen. Gedankenspielerei. Die Antwort ist ganz einfach anzulegen. Sehe ich den Tod eines anderen Menschen voraus, so ist er unausweichlich. Sehe ich den Tod, so wird er eintreten, auch mit einer noch so eindringlichen Warnung. Das hat nichts mit einer festgeschriebenen Rolle des Lebens zutun, ist auch nicht göttlich gesteuert, sondern ist vielmehr ein ganz winziger Baustein eines gewaltigen Wachstumsprozesses eines uns weit übergeordneten Ganzen, dessen Einfluß wir völlig bedingungslos unterliegen. Das heißt widerum aber nicht, daß diese Bedingungslosigkeit auf Ewigkeit angelegt ist, sondern sie ist evolutionär abhängig.
Da die meisten Menschen jedoch den Schlaf in ihrer subjektiven Teilrealität bereits bedingungslos hinnehmen und ihn mit fadenscheinigen Begründungen vehement verteidigen, plätschert die evolutionäre Entwicklung des Menschen mehr und mehr dahin, bis es wieder zu dem berühmten zyklischen Ruck kommt, dem dann wieder das Eindösen folgt und so weiter und so weiter... . Betrachtet ein weiser Narr einen Teil dieses überwältigenden Konstruktes von außen, da ihm seine Philosophie die Möglichkeit dazu verschafft, so wird ihm schnell bewußt, daß das Sehen des Todes nichts anderes ist, als das Sehen einer Geburt, das Sehen eines einschlafenden Menschen, das Sehen eines wieder erwachenden Menschen und das Beobachten einer flackernden Kerzenflamme. Alle diese Dinge haben den gleichen Wert und unterscheiden sich lediglich durch den Faktor Emotion. Weiter Infos unter: ANDALANANGA - Das paranormale Wissensportal!
Name: Narrenweisheit E-Mail: mehlversand[ät]gmx.de
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