
Hier findet der Abgesang auf das Petroleum-Zeitalter statt. Als nachwachsende Rohstoffe werden allgemein solche Pflanzen bezeichnet, die zur energetischen oder stofflichen Nutzung angebaut werden. Aufgrund der steigenden Rohstoffpreise und insbesondere der sich ausweitenden energetischen Nutzung konkurrieren Food Crops zunehmend auch mit nachwachsenden Rohstoffen. In Deutschland werden die Nawaros Holz und Raps vermutlich am stärksten genutzt. Mit Abstrichen findet aber auch eine Nutzung von Hanf, Flachs und Miscanthus statt.
Wieso sind gute Öfen aus Lehm? |
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Öfen aus Lehm werden zur Wärmeerzeugung seit dem 14. Jahrhundert eingesetzt. Sie sind die älteste Art der Heizung und haben sich vom südlichen Mitteleuropa aus bis in den südosteuropäischen Raum verbreitet. Vor Ort wird ein sogenannter Grundofen handwerklich aus keramischen Material von Grund auf gebaut. Die Anlage besteht aus einem Feuerraum und nachgeschalteten keramischen Heizgaszügen.
Es gibt drei unterschiedliche Bauweisen, die nach ihrer Speichermasse in leichte, mittlere und schwere Varianten eines Grundofen bezeichnet werden. Bei letzterer liegt das Gesamtgewicht bei über 1 t. Der Brennstoff wird im Grundofen in einer bestimmten Zeit abgebrannt, weshalb diese Art von Ofen dem Überbegriff Zeitbrandofen zugeordnet ist. Die im Abbrand entstehende Wärme aus dem Feuerraum und den Heizgaszügen wird durch den gesamten Ofenraum geleitet und dabei im Schamottestein gespeichert. Der Grundofen gibt die akkumulierte Wärme dann nach und nach über seine Oberfläche ab. Die Nachheizzeit nach dem Auflegen des Brennstoffes liegt je nach Bauweise bei acht, 12 oder 24 Stunden. Als Dauerheizung kann der Grundofen an der Wand oder frei im Raum stehen. Sollen dabei mehrere Räume beheizt werden, wird er möglichst zentral durch die Wand eingebaut.
Ein Grundofen ist meist mit Kacheln verkleidet oder mit Putz aus Lehm versehen. Die typischen Grundöfen sind für die Verbrennung des Brennstoffes Holz gebaut, dabei ist für 1 m² Ofenoberfläche eine Heizgaszuglänge von 1 m vorzusehen. Bei einem Wirkungsgrad von über 80% hat ein Grundofen eine Wärmeleistung von 5 bis 6 KW in 12 Stunden bzw. etwa 0,5 KWh-1. Da die Verbrennung von Holz nur die gleiche Menge CO2 frei setzt, die vorher durch Fotosynthese darin gebunden wurde, ist ein Grundofen klimaneutral. Allerdings ist die Belastung durch Feinstaub enorm. Ein Grundofen gibt wie die Sonne einen Großteil seiner Wärme als Strahlungswärme an seine Umgebung ab. Die Strahlungswärme, die man auch von der Wandheizung kennt, hat den großen Vorteil, dass sie beim Auftreffen der Strahlung auf feste Körper diese aufheizt. Damit erwärmt ein Grundofen nicht die ihn umgebende Luft, da darin kaum feste Körper vorkommen, sondern die Menschen und andere Gegenstände direkt, was besonders für Allergiker/-innen von enormen Vorteil ist.
Name: Jens Kleinholz E-Mail: kleinholz@net-tec-online.de
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