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Der Bereich der Berufe im seelsorgerischen / erzieherischen und pflegenden Bereich nimmt heutzutage schon eine bedeutende Stellung innerhalb unserer Marktwirtschaft ein. Im Hinblick auf die Überalterung unserer Gesellschaft kann man sich ein künftiges Wachstum dieses Bereiches ohne viel Phantasie bereits jetzt ausmalen. Der zu erlernende Stoff innerhalb dieser Ausbildungen ist bereits jetzt recht umfangreich, vermittelt jedoch neben den berufsbezogenen Tätigkeiten fast ausschließlich körperliche Fertigkeiten, kaufmännisches Wissen und Fähigkeiten der Organisation. Dabei wird die Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden und bereits Tätigen fast zur Gänze außer acht gelassen. Es ist selbst Laien leicht zugänglich, dass diese Art von Berufen einen zum Teil sehr engen menschlichen und zwischenmenschlichen Kontakt mit sich bringen. Dieser Kontakt ist von außen Vorgegeben, aus diesem Grund kann man sich ihm nicht entziehen. Man kann leicht erahnen, wie notwendig eine innere Ausgeglichenheit unabdingbar vorhanden sein muss. Ich möchte weiterhin mutmaßen, dass viele Misshandlungen und Fehlverhalten, die immer wieder aus diesen Bereichen an die Öffentlichkeit gelangen, aus dieser meist vorhandenen Unreife der betroffenen Persönlichkeiten resultieren. Das Problem in Wachstumsbrachen ist immer wieder, dass auch „Nicht-passionierte“ und Quereinsteiger aus Gründen des „Broterwerbes“ erfolgreich sich um solche Tätigkeiten bemühen. Das verstärkt die o.a. beschriebene Problematik nicht geschulter Persönlichkeiten. Aus diesen Gründen halte ich ein gewisses Maß an nachgewiesener Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung für eine unabdingbare Vorraussetzung für den Eintritt in solche Berufsfelder. Ein jeder Pflichtbewusste und sich der Moral verpflichteter Arbeitgeber in einem dieser Bereiche sollte dies als ein Einstellungskriterium und als notwendige und obligatorische Weiterbildungs- bzw. Supervisionsmaßnahme verstehen. Eine Persönlichkeitsstärkung ist ja auch in Seminaren möglich, die vielseitig angeboten werden. Nur auf diese Weise kann laut meinem Verständnis in Zukunft ein abstumpfen überlasteter Mitarbeiter bzw. die Tätigkeit unausgeglichener und nicht berufener zumindest teilweise verhindert werden.
Dr. Dirk De Souza Fachtherapeut für Psychosomatik Persönlichkeitsentwicklung
Name: Dr. Dirk De Souza E-Mail: guener98@gmx.de
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