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Der Mittelstand, eine der wichtigsten wirtschaftlichen Gruppen in Deutschland, ist gerade im Bereich des Mahnwesens deutlich benachteiligt. Die großen und renommierten Inkasso und Debitoren Unternehmen kaufen selten einzelne Forderungen von Kleinbetreibern an! Dieser Punkt jedoch wäre für viele mittelständige Unternehmen Lebenswichtig, denn ausstehende Zahlungen können vom Mittelstand meist nur über langwierige, und vor allem, kostenintensive Gerichtliche Mahnverfahren geltend gemacht werden.
Selbst wenn diese Prozedur einmal erfolgreich durchlaufen ist, was ohne Probleme zwei bis drei Jahre dauern kann, ist fraglich ob der Unternehmer sein Geld jemals bekommt. Oft fällt es auch erst sehr spät auf, das Zahlungen ausstehen, da der Mittelständler selten einen eigenen Mitarbeiter für Rechnungs- und Mahnwesen besitzt.
Gerade diese ausstehenden Zahlungen treiben viele Mittelständler in den Ruin. Für Inkassounternehmen sind diese Forderungen meist zu gering, und vor allem nicht rentabel genug. Wer einem mittelständigen Handwerker die Rechnung, für das neu eingedeckte Dach, nicht bezahlen kann, wird vermutlich auch die Forderung zu keinem Zeitpunkt bezahlen können. Oft steht hier bereits die Zwangsversteigerung von Gebäuden, Fahrzeugen oder Wohneigentum im Raum, von der eben jener Mittelständiger Unternehmer nichts gewusst hat. Aber auch renommierte Firmen, die mittelständige Subunternehmer beschäftigen, kommen immer wieder in Zahlungsverzug.
Ein durchdachtes Inkassokonzept würde hier viele mittelständige Unternehmen vom eigenen Mahnwesen befreien, und die Ausfallkosten verringern, so dass neue Aufträge erst möglich werden. Auch würden solche Dienste für eine Vereinfachung sorgen, aber das sehen die großen Inkasso Unternehmer nur selten, denn hier heißt es wie so oft: "Wir kaufen nur ganze Kontingente, und keine Einzelforderungen an".
Benni
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