Mit Autotuning bezeichnet man die Veränderungen eines PKW, damit dieser möglichst individuell aus der Masse hervortritt. Im eigentlichen Sinne bedeutet das Wort Tuning Feinabstimmung. Unterschieden wird beim Autotuning zwischen Motortuning, Karosserietuning, Fahrwerktuning und Innenraumtuning. Selten wird aber nur ein Bereich allein verändert. Das wohl bekannteste Tuning ist das Motortuning, bei dem die Leistung eines Motors erhöht wird. Dafür stehen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Neben Chiptuning und einer kompletten Überarbeitung des Motors stehen auch die Lachgaseinspritzung sowie die schonendere Wassereinspritzung zur Auswahl. Leistungssteigerungen über 5 Prozent müssen vom TÜV eingetragen werden und erfordern in der Regel weitere Umbaumaßnahmen, wie z.B. den Einbau stärkerer Bremsanlagen. Für eine deutliche Leistungssteigerung kommen nur eine Motoraufladung oder ein Einbau eines stärkeren Motors in Frage. Diese Methoden sind aber auch mit Abstand die teuersten. In der Regel gelten 100€ bis 150€ pro 1kW Mehrleistung als angemessen. Als Karosserietuning wird die Veränderung der Fahrzeugkarosserie bezeichnet. Dies geschieht durch das Anbringen von Spoilern bis hin zum Anbau von Bodykits, die als Bausatz für viele Modelle erhältlich sind. Unterschieden wird zudem zwischen rein optischer Veränderung des Fahrzeugs und einer aerodynamischen Veränderung, die das Fahrverhalten verbessert. Neben dem Chopping, bei dem die A-,B- und C-Säule gekürzt wird, ist das Cleaning, bei dem alle störenden Außenteile, wie Schriftzüge, Türgriffe oder Zierleisten demontiert werden, genau so möglich wie der Einbau von Flügeltüren. Beim Fahrwerktuning wird eine Veränderung im Bereich der Federn und Stoßdämpfern vorgenommen. Die Tieferlegung eines Autos ist die meist verbreitete Form des Fahrwerktuning. Diese wird durch den Einbau von Tieferlegungsfedern oder komplett neuen Fahrwerken, wie Sportfahrwerk, Gewindefahrwerk und Air-Ride-Fahrwerk erreicht. Aber auch der Einbau neuer Felgen und Reifen gehört zum Fahrwerkstuning. Die Felgen bestehen meistens aus Aluminium, seltener aus Magnesium oder Karbon, und sind meist größer als die der Serienmodelle. Beim Innenraumtuning reicht die Palette vom Einbau hochwertiger Materialien, wie Holz und Leder, bis hin zum Einbau hochwertiger Multimediageräte. Nicht selten nimmt eine Audioanlage mit Verstärkern und leistungsstarken Boxen den gesamten Kofferraum ein. In Extremfällen kann das Innenraumtuning zur vollständigen Fahruntüchtigkeit des Fahrzeugs führen. Das Autotuning ist in Deutschland weit verbreitet und ein beliebtes Hobby. Neben etlichen Tuningzeitschriften dienen Tuningtreffen und Tuningforen als Anregung und Treffpunkt der Tuningszene.
Name: Jan Linnemann
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