Unter dem Begriff Gothic versteht man eine noch recht junge Jugendbewegung, bei der man sich vorrangig schwarz oder doch sehr dunkel kleidet. Die Kleidung ist eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale, wenn man zu dieser Bewegung dazugehören will. Dabei wird ebenso häufig auch Mittelalter Kleidung getragen, seltener dagegen weiße Kleidung. Mit diesem Kleidungsstil wollen sich Anhänger der Gothic Szene von anderen abgrenzen. Sie stellt die Nähe zum Totenreich dar, ebenso wie die auffällig geschminkten Gesichter der so genannten Gothics. Dabei dient ein sehr weißes Make-Up als Grundlage. Die Augen, die Augenbrauen und die Lippen werden mit schwarzem Lippenstift bzw. Kajal im krassen Gegensatz zu der weißen Grundfarbe geschminkt. Der so entstehende, sehr starke Kontrast zwischen schwarz und weiß, gibt den Anhängern der Szene ein Aussehen ähnlich dem eines Untoten. Genau dies soll mit einer derartigen Schminke auch erreicht werden. Was für viele sicher noch neu ist, ist wohl, dass sich Männer und Frauen schminken. Damit bleibt die Vorherrschaft beim Make-Up in der Gothic Szene nicht mehr allein der Frau bestimmt. Trotz dieser Nähe zum Totenreich, die charakteristisch für die Gothic Szene ist, hat diese nichts mit Okkultismus oder gar Satanismus zu tun. Im Gegensatz zu diesen beiden Bewegungen ist Gothic eine äußerst friedliebende Gruppierung, die sich Ende der 1970er Jahre aus dem Punk abgesplittet hat. Gewalttätige Rituale oder Opferungen wird man dagegen bei Gothic-Anhängern nicht begegnen. Außerdem gilt es als Merkmal für einen Gothic-Anhänger, wenn man eine bestimmte Musikrichtung hört. Durch diese entstand die gesamte Gothic-Kultur damals auch und wird mittlerweile in der dritten Generation gelebt. Diese Art der Musik hat dabei zwar einen düsteren Klang, der aber gleichzeitig auch eine beruhigende Wirkung ausübt. Man könnte fast sagen, dass die Gothic Musik in gewisser Weise sogar romantisch angehaucht ist, wobei dies natürlich immer nur subjektiv festgestellt werden kann.
Name: Sandra Müller
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