Fast sämtliche Neubauten - unabhängig davon ob es sich um Häuser in Massivbauweise oder um Fertighäuser handelt - werden von ihren Herstellern als Niedrigenergiehaus bezeichnet. In erster Linie wird dieser Begriff von den Herstellern und Bauträgern gerne verwendet weil er sehr werbewirksam ist. Denn inzwischen ist es so, dass jede neu errichtete Immobilie den Richtlinien beziehungsweise Anforderungen der Energiesparverordnung entspricht. Der Begriff Niedrigenergiehaus wurde nämlich geprägt, als die Häuser einen noch wesentlich höheren Energiebedarf hatten.
Doch auf neue Konstruktionsweisen, Fertigungsverfahren und Materialien ist es zurückzuführen, dass die heutigen Immobilien einen wesentlich geringeren Energiebedarf haben. Der Energiebedarf an sich wird über eine so genannte Wärmbedarfsberechnung ermittelt. Dieser sollte bei einem Neubau die 75 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr nicht überschreiten.
Wenn man bereits in einem Haus wohnt, welches einen höheren Energieverbrauch beziehungsweise Wärmebedarf hat, der kann auch dieses nachträglich dämmen um die Energiekosten nachhaltig zu senken - und es in ein Niedrigenergiehaus umzuwandeln. Bei einer nachträglichen Gebäudedämmung hat man die Wahl ob man eine Innendämmung oder Außendämmung vornehmen möchte. Grundsätzlich bleibt zu sagen, dass eine Außendämmung wesentlich effizienter ist, als eine Innendämmung. Handelt es sich bei der Außenwand nicht um eine Wand, welche die das Erscheinungsbild der Immobilie beeinflusst (zum Beispiel Fachwerkhaus oder Klinker) so sollte man sich stets für die Außendämmung entscheiden.