Miscanthus wird in Europa seit langer Zeit als Zierpflanze in den Gärten angepflanzt. Forschung, Industrie und Landwirtschaft interessieren sich erst seit Ende der 80er Jahre für Miscanthus als Nutzpflanze bzw. als nachwachsender Rohstoff. Seitdem laufen vielfältige Versuche in Forschung und Praxis zum Anbau und zur Nutzung von Chinaschilf. Einen Höhepunkt in bezug auf die Aufmerksamkeit, die dem nachwachsenden Rohstoff Chinaschilf zukam, erlebt die Nutzpflanze durch ein Buch von Franz Alt, bekannt aus der ARD-Sendung Report.
Als Biomasse-Lieferant ist Miscanthus vor allem daher interessant, weil der Massenzuwachs der schnell wachsenden Pflanze weit über dem von Getreide oder sonstigen Energiepflanzen hinausgeht. Je mehr Biomasse pro Flächeneinheit geerntet werden kann, umso wirtschaftlicher kann der Anbau sein. In Zeiten hoher Ölpreise wird ja bereits diskutiert, ob aus Getreide Energie gewonnen werden kann bzw. sollte. Hier gibt es aber zuweilen Bedenkenträger aus ethischen Gründen.
Micanthus wird als Dauerkultur für einen Nutzungszeitraum von 15 bis 20 Jahren angelegt. Die Anlage von einer Elefantengras-Kultur ist in den ersten drei Wirtschaftsjahren mit verhältnismäßig hohen Kosten und vergleichsweise spärlichen Erträgen verbunden. Die Entscheidung für den Anbau von Elefantengras ist aus der Sicht des Farmers also durchaus eine strategische Weichenstellung.
elefantengras.de hat sich zum Ziel gesetzt über Neuigkeiten aus dem Bereich Miscanthus zu informieren.